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Gesundheit

Ratschläge vom Orthopäden: So geht und steht man richtig

Schmerzen im Rücken und in den Füßen sind besonders unangenehm und oftmals weiß man nicht wirklich wo sie herkommen. Nur weil man Probleme mit dem Rücken hat, heißt das nicht automatisch auch, dass die Probleme im Rücken entstehen. Zeitweise scheiden sich die Geister an der Frage wie man richtig steht und geht, ohne dass man langfristig mit Problemen rechnen muss. Dabei haben Orthopäden hier meist ganz klare Ratschläge.

Beschwerden kommen auf

Viele Patienten klagen darüber, dass sie sich lahm und träge fühlen. Sie haben das Gefühl, dass der Rücken die Last des eigenen Körpers nicht tragen kann. Das äußert sich unter anderem so, dass man schon nach kurzer Zeit stehend große Schmerzen bekommt und diese in die Wirbelsäule ausstrahlen. Oft reicht dabei schon eine Viertelstunde um die Beschwerden hervorzurufen. In diesem Fall kann es sein, dass das Becken verkippt ist und damit auch die Muskulatur im Rücken deutlich verkürzt ist.

Wer so in einem Hohlkreuz steht, kann die Uhr danach stellen, wann erste Beschwerden auftreten. Ein Orthopäde Esslingen wird einem ebenfalls davon abraten, diese Schonhaltung dauerhaft einzunehmen. Dabei können kleine Wirbelgelenke unter Druck kommen, was zu Schmerzen führt. Wer seine Muskeln allerdings regelmäßig aufdehnt und gleichzeitig durch Training stärkt, kann die Wirbelsäule unterstützen und damit auch dem Körper helfen.

Orthopäden

Absatzschuhe sind Gift

Wer ohnehin schon Probleme mit dem Rücken hat, sollte im Alltag dringlichst auf Schuhe mit hohen Absätzen verzichten. Alle Orthopäden kennen die Probleme mit den Fehlhaltungen, die dadurch entstehen. Durch die hohen Absätze kommen die Knie in eine Beugung. In der Folge wird auch die Hüfte gebeugt und das Becken kippt automatisch nach vorne. Schon ist man wieder im Hohlkreuz angekommen, welches die Druck auf die Wirbelsäule ausübt. Bei den Schuhen ist der beste Tipp, dass man sich hauptsächlich auf flache Schuhe mit weichen Sohlen konzentrieren sollte. Eine Verformung der Füße kann ebenfalls problematisch werden. Solche Verformungen können z.B. entstehen, wenn man Übergewicht hat oder durch zu viel Sport eine Überbeanspruchung hervorgerufen hat. Eine Veranlagung von Geburt her oder zu hohe Belastungen in der Wachstumsphase können ebenfalls Auslöser sein.

Wer auf seine High Heels dennoch nicht verzichten möchte, sollte sich einmal Functional Traning ansehen.

Dünnere Fußsohle

Im Alter werden die Probleme immer häufiger. Menschen über 70 Jahre haben ein immer dünneres Fußsohlenpolster und es kommen Schmerzen an Stellen, wo die Knochen stark belastet werden. Es kann dazu kommen, dass man die Füße sowohl im Stehen als auch im Gehen kaum mehr belasten kann. Auch hier können Turnschuhe mit sehr weichen Sohlen helfen. Bei ganz kleinen Kindern hingegen sollte man etwas Geduld mitbringen. Wenn diese noch nicht laufen können, soll man sie nicht aktiv in den Stand stellen und mit Hilfe laufen lassen. Kinder sollen erst dann loslegen, wenn sie sich selbst hochziehen und hinstellen können. Erst dann gibt ihnen der Körper das Signal, dass er für die Belastung dauerhaft bereit ist. Dabei bekommen Kinder oftmals schon viel zu früh Einlagen verschrieben, die sie im Zweifel überhaupt nicht brauchen. Die Füße sind in dem Alter grundsätzlich noch anders geformt, als es bei Erwachsenen der Fall ist. Wichtig ist bei den Kindern in erster Linie, dass sich die Füße und die Zehen in den Schuhen gut bewegen können.

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